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Keimfreiheit für Medizin, Getränke- und Nahrungsmittelindustrie

Bereits kurz nach der Entdeckung nichtrostender Stähle wurde Anfang der 20er-Jahre zunehmend ihre Bedeutung auch für medizinische Geräte, Werkzeuge und Räumlichkeiten erkannt. Ausschlaggebend war auch hier seine Widerstandsfähigkeit gegenüber hohen Temperaturen und aggressiven Chemikalien, die selbst häufiger Sterilisierung und Desinfektion problemlos standhält. Trotz mechanischer, thermischer oder chemischer Dauerbeanspruchung wird die glatte und harte Werkstoffoberfläche weder rau noch rissig, so dass sich auch bei intensivem Gebrauch keine Bakterien und Pilze ansiedeln. 1926 wurden die ersten Implantate aus Edelstahl entwickelt. Auch heute entsprechen künstliche Kniegelenke aus nichtrostendem Stahl dem aktuellen Stand der Forschung.

Die strengen Hygienevorschriften für chirurgische Instrumente und OP-Ausstattungen gelten analog in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie. Auch hier gewährleistet die spezifische Oberflächenbeschaffenheit des Werkstoffs eine problemlose, keimfreie Reinigung und verhindert zuverlässig, dass ein Nährboden für Mikroorganismen entsteht. In der Milch- und fleischverarbeitenden Industrie prädestiniert die gute Verformbarkeit und fugenlose Verarbeitung den Werkstoff für hygienegerechten Anlagenbau und wirtschaftliche Produktionsabläufe. Großküchen, Molkereibetriebe, Brauereien, Winzer und Safthersteller setzen schon seit Jahrzehnten auf nichtrostenden Stahl. Seiner außergewöhnlichen chemikalischen und thermischen Stabilität – selbst bei extremen Temperaturwechseln, wie sie für die Entkeimung von Milch oder Pasteurisieren von Fruchtsäften erforderlich sind – verdankt Edelstahl Rostfrei den umfangreichen Einsatz für Herstellung, Lagerung und Transport säurehaltiger Produkte. Da er zudem absolut inert und somit geschmacksneutral ist, beeinträchtigt er weder Geschmack noch Aussehen der Erzeugnisse.